Architektur und Stadt im Film: Wunsch und Wahn. Vom Bauen
Als maßgebliches Medium der Moderne sind im Film die urbanen Lebensformen und die dazugehörigen Architekturen kritisch reflektiert worden. In der fünften Ausgabe unserer Filmreihe widmen wir dem Bauen als ein komplexer, kulturell kodierter produktiver Prozess, der in der filmischen Fiktion häufig mittels überzogener, teils ins Krankhafte hinein überspitzter Vorstellungen von individueller oder kollektiver Kreativität und Willensstärke dramatisiert wird. Die neu imaginierten Weltentwürfe stehen oft im Kontrast mit den gezeigten sozialen Lebensformen, etwa hinsichtlich der Rollenbilder von Mann und Frau als Architektin oder Architekt. Diese Wechselwirkungen gilt es kritisch zu analysieren. Insbesondere stehen die sich gegenseitig verstärkenden formalen Mittel von Film und Architektur im Vordergrund. Letztere tritt nicht nur als rahmender Hintergrund, sondern in der Regel als sich wandelnder Haupt- oder Nebendarsteller hervor. Ziel der Veranstaltung ist es, den Teilnehmenden neue Sichtweisen zu architekturrelevanten Themen zu eröffnen. Jeder Filmvorführung folgt eine intensive Gesprächsrunde. Eine Anrechnung des Seminars erfolgt bei aktiver Teilnahme mit Vorbereitung, Moderation und Nachbereitung eines Filmabends.
5.11. Einführung
12.11. The Fountainhead (USA, 1948)
26.11. The Belly of an Architect (USA/UK 1965)
3.12. Death Wish (USA, 1974)
10.12. En construcción (Spanien, 2001)
17.12. Die Frau des Architekten (BRD, 2013)
14.1. L’inconnue de la Grande Arche (Frankreich/Dänemark 2025)
Zeit: Do 17:30-20:00 Uhr
Erstes Treffen: 5. November 2026
Filmabende: 5 Doppelsitzungen im November und Dezember
Ort: Bibliothek Bau- und Architekturgeschichte
Teilnehmerzahl: max. 10 aktive Teilnehmende (Bachelor- und Masterstudierende), für interessiertes Publikum offen