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Anne-Christine Brehm
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Markgr1

Die Bartholomäuskirche in Markgröningen – Rekonstruktion der Bauphasen
und Einordnung in die architektonische Landschaft

Die Bartholomäuskirche in Markgröningen gehört zu den wichtigen gotischen Kirchenbauten Württembergs. In mehreren Bauphasen, vom 13. bis zum 15. Jahrhundert, ist der Kirchenbau sukzessive errichtet und erweitert worden. Die Bauabfolge lässt sich mithilfe dendrochronologischer Untersuchungen der historischen Dachstühle klar ablesen:

Ältester Bauteil sind demnach die östlichen Joche des Kirchenschiffes – 1266 überdacht – gefolgt von den westlich anschließenden Teilen, deren Dachhölzer 1277/78 gehauen wurden. Eine zeitliche Distanz zeichnet sich zu den beiden westlichen Joches des Kirchenschiffes ab, deren Hölzer 1345/46 datiert werden können. Der Dachstuhl des heutigen Chorbaus wurde hingegen 1469 aufgesetzt.
Gerade der Bau des Kirchenschiffes und der Westfassade gibt nach wie vor Rätsel auf. Bei Grabungen wurde ein Fundamentband zwischen den beiden westlichen Kirchenschiffsjochen entdeckt, das zu der Vermutung führte, dass dieses zu einem romanischen Vorgängerbau aus dem 8. Jahrhundert gehöre. Wie aber sah dieser Vorgängerbau aus? Und welche Dimensionen hatte dieses erste Bauwerk? Wann wurde der Neubau begonnen und welche architektonischen Einflüsse und Verbindungen  lassen sich feststellen? Lässt sich der erste Abschluss dieses Kirchenbaus aus dem 13. Jahrhundert rekonstruieren? Wo stand der Turm (bzw. die Türme) dieses Bauwerks? Wann wurde das Westwerk erbaut? Wie sah der Chor der Kirche des 13. Jahrhunderts aus? Wie baute Aberlin Jörg den östlichen Abschluss des Kirchenschiffes im 15. Jahrhundert um? Wie lässt sich die Architektur in seinem Werk verorten? Welche Einflüsse und Beeinflussungen sind festzustellen? Welche Steinmetzen lassen sich identifizieren?
Um diesen und vielen weiteren Fragen nachzugehen ist eine detaillierte Bauaufnahme geplant, eine Untersuchung der Steinoberflächen und der Steinmetzzeichen, ergänzt durch eine Auswertung des Quellenmaterials.

Projektleitung: Johann Josef Böker, Anne-Christine Brehm

Mitarbeiter
: Nikolaus Koch, Marc Wartner

Zeitraum
: 20142022